Prima Klima TV - Wissen/ Mythen

Unter dieser Rubrik beleuchten wir die unterschiedlichen Formen nachhaltiger Energie, ihren tatsächlichen, aber auch ihren (vermeintlichen) Anwendernutzen.

Atmosphäre

Die Atmosphäre bildet die Gashülle eines Planeten, im Falle der Erde die Lufthülle; sie besteht in der Troposphäre (bis zehn Kilometer Höhe) überwiegend aus Stickstoff und Sauerstoff sowie in kleineren Mengen aus CO2 und Edelgasen. Alternative Energie wird auch erneuerbare Energie genannt. Man bezeichnet damit Energie aus erneuerbaren Kraftstoffquellen wie Sonnenergie, Windenergie, Wasserkraft, Energie aus Biomasse etc.

Biomasse

Bioenergie ist ein Kunstwort für die energetische Nutzung von Biomasse. Durch die Verwendung von Biomasse soll die Bioenergie eine ökologische und günstige Energiequelle sein. Als einsetzbare Biomasse zählen vor allem Holz, Stroh, Mais, Getreide, Zuckerrüben, Raps, Biogas, Pflanzenöle, Bioabfälle, Exkremente, aber auch Algen und weitere.

Emissionshandel

Die Betreiber von Anlagen, die klimaschädliches CO2 ausstoßen, wie Kraftwerke und andere Industrieanlagen, erhalten Emissions-Zertifikate. Diese berechtigen die Anlage zum Ausstoß einer genau festgelegten Menge an CO2. Verursacht die Anlage mehr Emissionen, muss der Betreiber zusätzliche Zertifikate ankaufen. Umgekehrt ermöglicht es eine Reduzierung der Emissionen, die überzähligen Berechtigungen zu verkaufen. Die Berechtigungen werden dann an einer eigenen Börse gehandelt.

Energieffiezienz

Ist das Verhältnis von Energieleistung zu Energieverbrauch eines Umwandlungsprozesses/-systems und wird mit dem Wirkungsgrad beschrieben.

Energieausweis

Seit Juli 2008 muss jeder Mieter und Vermieter für sein Haus oder seine Wohnung den Energieausweis vorlegen. Mit dem Energieausweis wird der Energieverbauch des Hauses oder der Wohnung sichtbar. Ob Sie ihn tatsächlich benötigen erfahren Sie hier.

Fossile Brennstoffe

Zu den fossilen Brennstoffen zählen Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle; sie entstanden vor Jahrmillionen bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere unter Sauerstoffabschluss, hohen Temperaturen, sowie unter dem Druck darüber liegender Gesteinsschichten. Bei der Verbrennung bzw. Umwandlung der fossilen Brennstoffe wird CO2 freigesetzt, das wesentlich zum Klimawandel beiträgt.

Globale Erwärmung

Der Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere, verursacht durch Treibhausgasemissionen, die mit menschlichen Aktivitäten in Zusammenhang stehen, wie zum Beispiel die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, intensive Rinder- und Schafhaltung, Abholzung des Regenwaldes etc.

Geothermie

Geothermie, oder Erdwärme, bezeichnet die in den zugänglichen Teilen der Erdkruste gespeicherte Wärme, die als Energie entzogen und genutzt werden kann. Geothermie wird zu den regenerativen Energien gezählt, ist praktisch unbegrenzt vorhanden und kann besonders umweltverträglich und klimaschonend verwertet werden.

Klima

Charakterisiert den Zustand der Atmosphäre über einem bestimmten Gebiet und den für dieses Gebiet charakteristischen Ablauf der Witterung über längere Zeiträume. Aussagen über das Klima erfolgen in der Regel anhand meteorologischer Daten. Dazu zählen unter anderem die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck, Windverhältnisse sowie die Wassertemperatur.

Klimawandel

Die Änderung klimatischer Bedingungen wird als Klimawandel bezeichnet. Sie beschreibt im heutigen Sprachgebrauch den durch den Menschen verursachten Klimawandel: Die Abholzung von Wäldern, die Nutzung fossiler Brennstoffe und die intensive Landwirtschaft setzen Stoffe frei, die das Klimasystem des Planeten Erde beeinträchtigen und somit verändern.

Kohlendioxid (CO2)

Kohlendioxid steht im Mittelpunkt der energiebedingten Emissionen: Es entsteht bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdgas und Erdöl sowie bei der Verbrennung von Biomasse. Kohlendioxid gehört zu den Spurengasen in der Atmosphäre, die die Eigenschaft haben, für langwellige Wärmestrahlen "undurchlässig" zu sein. Aus diesem Grund gilt es in der Klimaforschung als Hauptverursacher des Treibhauseffekts.

Kyoto-Protokoll

In dieser Vereinbarung hat sich die internationale Staatengemeinschaft erstmals auf verbindliche Handlungsziele und Umsetzungsinstrumente für den globalen Klimaschutz geeinigt. Die unterzeichnenden Staaten haben sich verpflichtet, von 2008 bis 2012 die Gesamtemissionen klimaschädlicher Gase um mindestens fünf Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Inzwischen sind 176 Staaten und die Europäische Gemeinschaft dem Kyoto-Protokoll entweder beigetreten, haben es ratifiziert oder ihm formell zugestimmt.

Methan (CH4)

Ist ein farb- und geruchloses, brennbares Gas und kommt als Hauptbestandteil des trockenen Erdgases und des Biogases vor. Zudem ist es eines der sechs Treibhausgase, die aufgrund des Kyoto-Protokolls zu verringern sind. Seine Treibhauswirksamkeit ist etwa um den Faktor 25 größer als die von CO2. Methan entsteht bei allen organischen Gär- und Zersetzungsprozessen wie im Bodenschlamm von Sümpfen und Abwässern durch Einwirkung von Bakterien (Faulgas).

Ozonschicht

Eine Schicht in der oberen Atmosphäre in einer Höhe von 15 bis 30 Kilometern mit einer relativ hohen Ozonkonzentration, die den Großteil der ultravioletten Strahlung der Sonne absorbiert.

Pellets

Pellets sind kleine, aus Stroh oder Holz gepresste Körner, die zu Heizzwecken verwendet werden. Sie stellen eine gute Alternative zu Öl - oder Gasheizungen dar, sind jedoch erheblich billiger und umweltfreundlicher, da man bei ihrer Verbrennung nur das Kohlenstoffdioxid freisetzt, das vorher der Natur zwecks ihrer Erzeugung entnommen wurde.

Solarenergie

Als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet man die von der Sonne durch Kernfusion erzeugte Energie, die in Teilen als elektromagnetische Strahlung (Strahlungsenergie) zur Erde gelangt. Die Sonnenenergie ist annähernd konstant, seitdem sie gemessen wird; es gibt auch keine Hinweise auf deutliche Schwankungen in historischer Zeit.

Treibhauseffekt

Eigenschaft der Atmosphäre, einen Teil der von der Sonne abgestrahlten Wärme zurückzuhalten. Ohne den natürlichen, nicht vom Menschen verursachten Treibhauseffekt wäre es auf der Erde um 33 Grad Celsius kälter. Der anthropogene, also von Menschen verursachte Treibhauseffekt entsteht größtenteils durch den Ausstoß von Treibhausgasen, hervorgerufen z.B. durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe. Diese zusätzlich in der Atmosphäre angesammelten Gase verhindern die Wärmerückstrahlung von der Erdoberfläche ins All, sodass es zu einer überdurchschnittlichen Erwärmung kommt.

Treibhausgase

Gase in der Erdatmosphäre, die infrarote Strahlung absorbieren und wieder abgeben. Diese Gase entstehen durch natürliche und durch von Menschen beeinflusste Vorgänge. Als klimarelevante Treibhausgase sind im Kyoto-Protokoll festgelegt worden: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (F-KKW/HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe(FKW/PCF) und Schwefelhexaflourid (SF6).

Wasserkraft

Wasserkraft (auch: Hydroenergie) bezeichnet die Strömungsenergie von fließendem Wasser, welche über geeignete Maschinen in mechanische Energie umgesetzt wird. In früheren Zeiten wurde diese mechanische Energie in Mühlen direkt genutzt, heute überwiegt die weitere Umwandlung zu elektrischer Energie in Wasserkraftwerken.

Windenergie

Bei der Windenergie handelt es sich um die kinetische Energie der bewegten Luftmassen der Atmosphäre. Sie ist eine indirekte Form der Sonnenenergie und zählt deshalb zu den erneuerbaren Energien. Die Windenergie-Nutzung ist eine seit dem Altertum bekannte Möglichkeit, um Energie aus der Umwelt zu schöpfen.
(Quellen: www.wikipedia.de, www.ag-energie.org, www.aral.de)